Dämonen der Ewigkeit

Gay Fantasy (explizit - 18+)

 

 

 

 

Dicht am Ofen machte er es sich auf dem Boden mit einer Decke bequem, die er in weiser Voraussicht mitgebracht hatte und starrte nachdenklich in die schönen Flammen. Leer und traurig lag sein Blick auf dem Feuer, während er darüber nachdachte, wie schön es wäre, Pascal jetzt neben sich zu haben, um sich an dessen Körper zu lehnen und sich so richtig einzukuscheln. Ein Wunsch, der nicht in Erfüllung gehen würde und so musste er mit der Decke und seinen Gedanken an den Mann seines Lebens vorliebnehmen.

Trotz des Schlafs am Nachmittag, nickte er bald wieder ein. Das monotone Knistern im Ofen und das schwache Licht der Flammen wirkten so entspannend und einschläfernd auf ihn, dass er dem Drang nicht lange standhalten konnte. Diesmal fiel er jedoch nicht in einen Tiefschlaf, sondern döste nur mit geschlossenen Augen vor sich hin in seiner sitzenden Position.

Draußen war es mittlerweile stockfinster, nur der Mond tauchte den dunklen Himmel in bedrohlich schwaches Licht. Kaum war die Nacht vollends hereingebrochen durchbrachen Tierlaute die Stille. In der Ferne heulten die Wölfe und andere Raubtiere streiften durch die Wälder auf der Suche nach Beute. All das nahm Camil nur am Rande wahr.

Doch plötzlich hörte er ein Geräusch, das sehr nahe zu sein schien und wie das Knarren einer Türe klang. Erschrocken zuckte er zusammen und öffnete alarmiert die Augen. Aus Angst, ein Tier könnte sich Zutritt zum Haus verschafft haben, blieb er wie versteinert sitzen und gab keinen Mucks von sich. Er hielt sogar zeitweise den Atem an vor Anspannung.

Mit klopfendem Herzen lauschte er in die Stille und krampfte die Hände zusammen, als er meinte, Schritte zu vernehmen. Beinahe sicher, es würde sich um menschliche Schritte handeln, kam nun doch Bewegung in den verängstigten Jungen. Er sah sich hektisch um.

Als er den Kopf nach rechts drehte, in Richtung Flur, starrte er direkt in das Antlitz eines Mannes, der im Schatten des Türrahmens stand und ihn eingehend betrachtete. Hastig sprang Camil auf und stolperte rückwärts gegen die Wand. Er wollte etwas sagen, brachte allerdings keinen Ton heraus, dank der Schockstarre, in der sich noch befand.

Selbst als der Mann lächelnd auf ihn zukam, konnte er nichts weiter tun als abzuwarten. Hier in der Einöde war er wehrlos und jedem Psychopathen, der sich hier rumtrieb, hilflos ausgeliefert. Die Augen weit aufgerissen, erwiderte er den eisernen Blick des Mannes und kam nicht umhin dessen makellose Schönheit zu bemerken.

Groß und schlank bewegte sich der Körper des Eindringlings auf ihn zu. Im Schein der flackernden Flammen glitzerten die vollen, langen Haare in weißlichem Silber und hingen ihm locker über den breiten Schultern.

Wie gelähmt verharrte Camil mit dem Rücken zur Wand, den Mund vor Erstaunen leicht geöffnet und unfähig auch nur einen Finger zu bewegen, als wäre er mit einem Fluch belegt worden. Erst als der Fremde direkt vor ihm zum Stehen kam, bemerkte er die feuerrote Iris der dunklen Augen und erschrak zu Tode.

Der Mann schien nicht von dieser Welt zu sein; eine gefährliche, finstere Aura umgab ihn, die fast greifbar war. Schatten umspielten die hohen Wangenknochen auf dem schmalen Gesicht und die rot schimmernden Lippen waren zu einem überheblichen Lächeln verzogen.

Die Haut des Wesens war bleich, schon beinahe leichenblass und ein süßlicher Geruch zog ihm in die Nase, der so betörend auf ihn wirkte, dass er dem Mann am liebsten um den Hals gefallen wäre und ihn geküsst hätte.

Doch er war noch immer bewegungsunfähig, bis der Fremde plötzlich eine Hand hob und eine elegante Bewegung vor seinem Gesicht ausführte. Als wäre dadurch ein Zauber aufgehoben worden, kam wieder Leben in seine Glieder und er atmete erleichtert aus.

„Wer sind Sie?“, hauchte er in die Dunkelheit, legte den Kopf leicht schief und starrte verträumt in das wunderschöne Antlitz des Fremden. Der legte ihm bedeutungsschwer den Zeigefinger auf den Mund und brachte ihn so zum Schweigen.

Wie von unsichtbaren Fäden geleitet, küsste Camil zärtlich den kalten Finger und streckte die Arme nach dem mysteriösen Wesen aus. Egal was der Mann mit ihm vorhatte, er wollte es und sei es sein Todesurteil. Er konnte nichts gegen das gefährliche Verlangen machen, es war einfach da, als wäre es ihm auferlegt worden.

„Mein Name ist Leian!“, hallte plötzlich die tiefe Stimme des Fremden durch den Raum, erfüllte diesen mit einer ungeahnten Präsenz, dass er unweigerlich zusammenzuckte.

„Leian…“, murmelte er geistesabwesend und näherte sich dem Objekt seiner Begierde. Mit beiden Händen krallte er sich in den schwarzen, glänzenden Mantel des Fremden, der diesem locker über die Schultern hing und einem Umhang gleichkam. Goldene Ketten zierten den Revers, verliefen über die Brust und endeten an einer weißgoldenen Brosche am Schulterteil des Mantels.

Der verzauberte Junge warf nur einen kurzen Blick auf die edle Kleidung des Mannes, zu sehr vereinnahmte das arrogante, jedoch besonders anziehende Gesicht, seine Aufmerksamkeit. Als er die Arme des Wesens um seinen Körper spürte, war es um ihn geschehen.

Mit einem heiseren Seufzer presste er seinen Mund auf die vollen Lippen des Fremden und küsste diesen verlangend. Sein nächtlicher Besucher ließ ihn gewähren, umspielte seine Zunge zärtlich mit der eigenen und drückte den Körper des Jungen dicht an sich heran.

 

Minutenlang küssten sie sich hungrig. Camil rieb seinen aufgeheizten Unterleib ohne Scham gegen Leians Schritt und hatte das Gefühl, gleich einen grandiosen Höhepunkt zu erreichen. Zitternd klammerte er sich am starken Oberkörper vor ihm fest, stöhnte ungehemmt in den heißen Kuss und stieß sein Becken heftig vor und zurück.