Auszug aus ´Die Generalprobe´

Gay romance/Yaoi Roman (explizit - 18+)

 

 

Kapitel 5 - BEWERBUNGSGESPRÄCH

 

„Wir möchten sehen, wie leicht oder schwer es Ihnen fällt sich freizügig vor der Kamera zu zeigen. Alle unsere Bewerber müssen dafür ein Video von sich machen lassen, bei dem sie vor laufender Kamera und mit Publikum masturbieren. Wir werden Ihnen dabei anfangs noch ein paar Fragen stellen, wie zum Beispiel ihr erstes Mal war.“ Leandro-Jai nickte benommen und die Herren setzten sich auf einige bereit gestellte Stühle.

„Für den Film werden wir Sie jedoch duzen, das macht die Sache persönlicher für die Zuschauer.“, erklärte ein anderer der Herren ihm kurz und setzte sich hinter die Kamera. Er stand weiterhin dämlich im Raum herum und wusste nicht wohin mit sich.

„Du solltest dich dazu vielleicht ausziehen.“, meinte Tahvo gelassen und verschränkte die Arme vor dem Körper. Das war das erste, was er von sich gegeben hatte, seit Beginn des Vorstellungsgesprächs und Leandro-Jai spürte wie sein Herz anfing schneller zu schlagen. Er hatte eine wunderschön tiefe Stimme auch wenn sie im Moment eher belustigt klang.

Verträumt starrte er seinen Schwarm eine Weile lang an, doch Tahvo verdrehte nur genervt die Augen und sah weg. Der Typ war auch real ein Traum von einem Mann.

Leandro-Jai schluckte den Kloß, der sich in seinem Hals bildete, tapfer herunter und begann sich langsam auszuziehen. Als er sich all seiner Klamotten entledigt hatte ergriff Herr Schmid das Wort.

„Und nun setz dich auf das Bett. Es gibt keinen Grund nervös zu sein.“ Die freundliche Stimme beruhigte ihn ein wenig, also krabbelte er ungeschickt auf das Bett und lehnte sich an eines der vielen Kissen.

„Jetzt denk an etwas Heißes und stimulier dich ein wenig. Auf diesem Bildschirm hier lassen wir etwas Anheizendes laufen, okay? Du kannst gerne dorthin schauen während wir uns mit dir unterhalten.“

Wieder nickte Leandro-Jai leicht abwesend und starrte auf den Bildschirm gegenüber vom Bett, auf dem ein ziemlich schlechter Porno lief. Konnten sie nicht wenigstens einen mit Tahvo abspielen? Erschrocken starrte er bei dem Gedanken zu seinem Schwarm, der ziemlich genau zu wissen schien, was in Leandro-Jais Kopf vor sich ging.

Den genervten Blick ignorierend, ließ er eine Hand in seinen Schritt wandern. Krampfhaft versuchte er sich einen der Pornos vorzustellen, die er fast täglich schaute. Doch es wollte nicht so recht klappen und demnach hing sein Glied auch nach mehreren Minuten weiterhin schlaff herunter.

´Wenn ich das hier verpatze, sehe ich Tahvo nie wieder´, dachte er sich und schluckte schwer. Doch die anfänglichen Schwierigkeiten schienen die Herren nicht sonderlich zu irritieren, ganz im Gegenteil, sie lächelten ihm ermutigend zu und dachten sogar darüber nach, wie sie ihm helfen konnten.

„Tahvo, sei doch so nett und helfe ihm ein wenig!“, sagte Herr Schmid auffordernd und sein Traummann verdrehte erneut die Augen, kam der Aufforderung jedoch nach. Ohne Umschweife ließ er sich zwischen Leandro-Jais Beinen nieder und nahm dessen schlaffes Glied in den Mund.

„Haaah…“, entfuhr es Leandro-Jai, während er erschrocken die Augen weit aufriss. Passierte das gerade wirklich? Ja, sein Schwarm verpasste ihm den gerade den geilsten Blowjob seines Lebens und funkelte ihn dabei von unten böse an. Er verstand sein Handwerk, denn keine Minute später, war sein Schwanz komplett aufgerichtet und pulsierte in Tahvos Mund. Damit war seine Aufgabe erfüllt und er ließ von dem keuchenden Jungen ab. Ohne mit der Wimper zu zucken setzte er sich wieder hin und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Du bist dran!“, sagte er grinsend und hob eine Augenbraue. Wie in Trance wanderte Leandro-Jais Hand wieder in den Schritt und begann intensiv die harte Länge zu massieren.

„Okay, dann erzähl uns doch mal ein bisschen was von deinem ersten Mal.“, forderte Herr Schmid ihn nach einer Weile auf und Leandro-Jai spürte, wie er knallrot im Gesicht wurde. Zögernd erzählte er von einem seiner Träume mit Tahvo ohne dessen Namen zu erwähnen. Zum Glück nahmen ihm die Herren die erfundene Geschichte ab, alle bis auf Tahvo, der immer skeptischer drein schaute. Wahrscheinlich kamen ihm einige der Details sehr bekannt vor, da sie aus seinen gedrehten Filmchen stammten.

Leandro-Jai beantwortete auch noch die anderen Fragen. Sie wollten wissen, wann er herausgefunden hat, dass er schwul war und was seine sexuellen Vorlieben waren.

„Gut, wir sind mit unseren Fragen durch, du darfst es dann beenden.“ Mit beenden meinten sie, er sollte dann mal so langsam kommen, damit die Bewerbung ein Ende fand.

Leandro-Jai Blick wanderte wieder zu Tahvo, der ihn still beobachtete und innerlich belustigt zu grinsen schien. Er beschleunigte seine Handbewegungen und schloss die Augen, um niemanden mehr sehen zu müssen.

Leise stöhnend ergoss er sich in seine Hand und blieb schwer atmend liegen. Er gönnte sich noch ein paar Sekunden Ruhe bevor er die Augen wieder öffnete und in die zufriedenen Gesichter der Herren blickte.

„Das war sehr gut. Dort stehen Tücher, mit denen kannst du dich säubern.“ Herr Schmid zeigte auf eine Packung Kleenex und Leandro-Jai nickte dankend. Gesäubert und wieder komplett angezogen folgte er den Herren zurück ins Büro. Sie unterhielten sich für eine Weile leise und nickten hier und da einander zu. Dann wandten sie sich wieder ihrem nervösen Bewerber zu und Herr Schmid lächelte vielversprechend.