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Gay Drama (explizit - 18+)

 

 

 

 

„Sag mal, wie heißt du eigentlich?“, fragte der Blonde, während sie mit ihren Drinks in der Hand nach einem freien Tisch nahe der Reling suchten, von wo aus sie auf das blaue Meer schauen konnten. Er räusperte sich vorsichtshalber noch einmal, um seine Stimmbänder auf eine Antwort vorzubereiten.
„Randy, und du?“, sagte er halbwegs gefasst und atmete einmal tief durch. In seiner zittrigen Hand drohte der Drink überzuschwappen, doch er hielt ihn eisern fest und trank ein paar Schlucke ab. Nun würde er den Namen des viel zu hübschen Kerls erfahren.
„Ich bin Anton, freut mich.“ In der Stimme des Blonden lag nichts als grenzenlose Güte, was ihn ein bisschen beruhigte. Den Blicken nach, die er zugeworfen bekam, stand der Junge ebenso auf ihn, wie er auf diesen.
„Seit wann weißt du, dass du auf Männer stehst?“, wollte er wissen, nachdem sie sich an einen der freien Tische gesetzt hatten und an ihren frischen Drinks nippten. Er fand es bewundernswert, dass jemand in diesem Alter so problemlos mit der Homosexualität umging und offen dazu stand. Am beeindruckendsten war natürlich die frühe Erkenntnis des Blonden schwul zu sein.
„Hm, eigentlich schon sehr lange. Ich habe mich noch nie für Frauen interessiert und meine Eltern haben es sehr schnell bemerkt. Als sie mich darauf angesprochen haben und meinten, das wäre kein Problem für sie, habe ich es dann richtig realisiert“, plapperte sein Gegenüber drauf los, ohne Scheu und sichtlich selbstbewusst.
„Wow, du gehst ja ganz schön locker damit um. Finde ich super“, bewunderte er den Blonden, der noch immer oberkörperfrei, nur in Badehose bekleidet, vor ihm saß und grinste. Je weiter dieser die Mundwinkel nach außen zog, desto tiefer wurden die kleinen Grübchen an den Wangen. Wieder erwischte er sich dabei, den Jungen anzustarren, vollkommen fasziniert von dessen makelloser Schönheit.
„Und du? Hast du eine Freundin?“, fragte Anton ihn plötzlich und ihm rutschte das Herz in die Hose. Sollte er weiterhin darauf bestehen nicht schwul zu sein und eine Beziehung mit einer Frau erfinden oder bei der Wahrheit bleiben? Ihm wurde bewusst, dass er noch nie wirklich verliebt gewesen war und die Schmetterlinge, die sich derzeit in seinem Bauch befanden, zum ersten Mal verspürte.
„Nein. Um ehrlich zu sein, interessieren mich Frauen auch nicht sonderlich. Allerdings denke ich, dass ich einfach nur ein Spätzünder bin, denn bisher habe ich mich auch für keinen Mann begeistert“, gab er ehrlich zu und starrte verlegen auf die Melonenscheibe, die seinen Drink zierte. Plötzlich sprang der Blonde auf und packte ihn zwinkernd am Arm.
„Komm mit“, wurde ihm befohlen und er ließ sich verwirrt mitziehen ans andere Ende des Sonnendecks, wo weder Bars noch ein Pool waren. Nur ein schmaler Gang führte an der Reling entlang im Kreis um den Bug des Schiffes herum, damit die Gäste von dort den Ausblick genießen konnten, was außer ihnen jedoch niemand tat.
„Hey, wo willst du hin?“, fragte er weiterhin sehr verwundert und bemerkte erst jetzt die Hand, die seine umgriffen hatte. Sofort kamen die Schmetterlinge zurück und tanzten durch seinen Bauch. Wortlos ließ er sich hinterherziehen, während er die zierlichen Finger des Blonden unbewusst streichelte.
„Hier sind wir ungestört.“ Anton blieb abrupt stehen und er wäre beinahe in ihn rein gerannt. Nun wurde er an beiden Händen gefasst und zaghaft herangezogen, so dass ihre Gesichter nicht weit voneinander entfernt waren. Seine Atmung beschleunigte sich, als er in die treuen, glücklichen Augen des Blonden sah.
„Und jetzt?“, fragte Randy nervös, da er schon ahnte, was jetzt geschehen würde. So aufgeregt wie er auch war, er wollte es und das machte ihm Angst. Stand er tatsächlich auf Männer oder war dieses Exemplar hier nur eine Ausnahme?
„Darf ich dich küssen?“ Hoffnungsvoll lächelte Anton und kaute unsicher auf der Unterlippe herum. Diesen Wunsch konnte er ihm nicht abschlagen, zu süß war die jugendliche Unsicherheit in den Augen des Jungen.
„Okay, aber nur ganz kurz“, willigte er schließlich ein, während sich sein Herz einige Male überschlug und er drohte zu hyperventilieren. Langsam näherten sich die vollen, rosigen Lippen seinem Gesicht und er schloss vor Nervosität die Augen. Plötzlich war es so weit, ihre Münder berührten sich vorsichtig und der Kuss entfachte das reinste Gefühlschaos in ihm.
So weich und köstlich waren die Lippen, die sich ohne Druck auf seinen Mund gelegt hatten und dort einfach nur verharrten. Als nach einigen Sekunden weiterhin nichts geschah, bewegte er zurückhaltend die Lippen. Darauf schien Anton gewartet zu haben, denn nun gab es kein Halten mehr.
Die Arme um seine Hüften gelegt, wurde er noch näher herangezogen und der Kuss intensivierte sich automatisch. Sofort revidierte er die Vorgabe, nur zu einem ganz kurzen Kuss bereit zu sein, und spaltete euphorisch die Lippen des Blonden mit der Zunge. In seinem Bauch explodierten die Schmetterlinge, das Blut schoss unaufhaltsam in seine Lenden und er hörte auf zu denken.
Es war das schönste Gefühl, das er jemals erlebt hatte und ihm war sofort klar, dass er es nie mehr missen möchte. Leise seufzte er in den innigen Kuss, während seine Hände über den entblößten Rücken des Blonden streichelten. Eine warme, feuchte Zunge erforschte seine Mundhöhle, strich über seine Lippen und sorgte für ein berauschendes Gefühl.
Als er sich immer stärker gegen den Körper dieser Schönheit drängte, bemerkte er plötzlich, dass es in ihren beiden Hosen eng wurde. Ohne zuvor davon richtig Notiz genommen zu haben, spürte er nun deutlich, wie sich ihre harten Längen aneinander rieben und er unterbrach beschämt den Kuss. Klar hatte er in seiner Jugend schon recht häufig masturbiert, zu sexuellem Kontakt mit anderen war es bisher jedoch noch nicht gekommen. Umso sensibler reagierte er auf jede feine Berührung, die ihm zuteil wurde und das war ihm peinlich.
„Komm, wir machen auf meinem Zimmer weiter“, raunte ihm der Blonde plötzlich ins Ohr und zog ihn an der Hand wieder einmal hinterher. Randy folgte ohne Gegenwehr, da ihm die Bedeutung der Worte erst zu spät bewusst wurden. Sie waren schon in der Kabine, die Anton anscheinend nicht mit den Eltern teilen musste, als ihm klar wurde, was ihm bevorstand.
„Was hast du…du willst doch nicht etwa…?“ Entgeistert stand er mitten im Raum und wusste nicht wohin mit sich und seinen Gefühlen. War er überhaupt dazu bereit, seine Jungfräulichkeit zu verlieren und dann auch noch mit einem wildfremden Kerl auf einem Schiff?
„Also der hier scheint ziemlich scharf auf mich zu sein.“ Demonstrativ zog der Blonde ihn am Bund seiner Badehose heran und strich mit der Hand über die eindeutige Beule. Ungewollt keuchte er auf und drückte sich gegen die forschen Finger. Seine Lippen wurden sofort wieder in Beschlag genommen und er schmiss all seine Bedenken über Bord, als er den süßen Geschmack des hübschen Jungen schmeckte.