Auszug aus ´X-Mas is cummin´ - Gay Shortstories´

Gay romance/Yaoi (explizit - 18+)

 

 

Hasenbraten á la Till

 

„Schaaaaaatz?“, schrie Till durch die gemeinsame Wohnung. Marco wunderte sich jedes Mal aufs Neue, wie sein recht kleiner, zierlicher Freund so laut schreien konnte. Aber auf die Größe kam es bekanntlich nicht an, zumindest nicht auf Körpergröße.

„Was ist denn?“

Nur mit einem Handtuch locker um die Hüfte geschwungen betrat Marco die kleine Küche. Lächelnd gab er seinem nervigen Quälgeist einen guten Morgen Kuss und wuschelte ihm durch die knallrot gefärbten, in alle Richtungen abstehenden Haare.

Er hatte es sich abgewöhnt seinen Freund deswegen Pumuckl zu nennen, da ihm seine Hirnzellen lieb waren, die bei jedem Schlag auf den Hinterkopf, den er dafür kassierte, weniger wurden.

„Was kochen wir an Weihnachten?“

Breit grinsend hielt der Rotschopf seinem Schatz den Einkaufszettel und einen Stift unter die Nase. Nach dem Aufstehen war Till meistens sofort einsatzbereit und guter Laune, wohingegen Marco immer erst einen Kaffee benötigte, um einigermaßen die Augen aufzukriegen.

„Aber schreib ordentlich, sonst kann ich es wieder nicht lesen.“, ermahnte er seinen Freund lächelnd und machte sich daran Kaffee aufzusetzen.

„Man, warum muss ich das entscheiden?“, beklagte sich Marco kläglich und rollte mit den hübschen, braunen Augen.

„Weil du derjenige bist, der nur ein Handtuch anhat. Und wenn du nicht brav bist und mir den Einkaufszettel schreibst, stehst du gleich ohne Handtuch da und ich knie vor dir.“

Wäre es nicht sein Till gewesen, der diese Bemerkung machte, würde er es fast als Angebot auffassen.

Doch er kannte den Kleinen nun mal gut genug, um zu wissen, dass dieser so gemein sein konnte etwas anzufangen ohne es zu beenden. Also schnappte er sich wohl oder übel den Zettel und dachte angestrengt nach.

„Wie wäre es mit Pommes und Burgern?“, schlug er gähnend vor und Till lachte auf den Vorschlag hin schallend, bis er Marcos ernstes Gesicht sah.

„Nein, es muss was Besonderes sein.“, erklärte er kopfschüttelnd und widmete sich wieder dem essentiellen, koffeinhaltigen Getränk, das er seinem Morgenmuffel vor die Nase stellte.

„Was Besonderes…“, grübelte Marco und sprang dann mit einer brillanten Idee auf, verlor dabei das Handtuch und stand splitterfasernackt, so wie Gott ihn schuf, in der Küche.

Till verschluckte sich an seinem Kaffee und hustete mit Tränen in den Augen drauf los. Obwohl er seinen Liebsten schon tausende Male nackt gesehen hatte, faszinierte ihn der Anblick des gestählten Körpers immer wieder. Besonders gefiel ihm die schwach behaarte Brust seines Freundes, an die er sich so gerne kuschelte. Unbewusst leckte er sich über die Lippen.

„Ich weiß was!“, rief Marco stolz und angelte nach seinem Handtuch. Entrüstet riss ihm der Rotschopf das Handtuch aus der Hand.

„Wie kannst du es wagen, dich mir erst so zu präsentieren und dann allen Ernstes wieder einkleiden zu wollen?“

Sprachlos starrte er seinen Freund an. Sein Blick wanderte von den halblangen dunkelblonden Haaren, über die muskulöse Brust, hinunter zu Marcos Schritt. Das ansehnliche Gemächt schaukelte einladend bei jeder kleinen Bewegung sachte auf und ab. Marco kicherte über seinen unersättlichen Freund und probierte einige Posen schamlos für ihn aus, damit er den Anblick voll auskosten konnte.

„Hasenbraten!“, sagte er mitten in seiner sexy Vorstellung plötzlich und Till blinzelte verwirrt.

„Du in einem Hasenkostüm? Warum nicht?“, stellte er sich amüsiert vor und schmunzelte bei dem dreckigen Gedanken.

„Stell nicht ständig versautes Zeug mit mir in deinem Kopf an.“

Tadelnd schüttelte Marco seine dunkelblonde Mähne und schmiegte sich katzengleich an den Kleineren, der bei der Berührung eine Gänsehaut bekam.

„Ich meinte wir machen Hasenbraten zu Weihnachten!“, säuselte er in Tills Ohr, biss sanft hinein und entlockte seinem Freund ein leises Keuchen.

„Und wo soll ich bis Morgen noch einen Hasen herbekommen?“

Ungläubig starrte er Marco an, doch seine Augen flatterten zu, als dieser begann seinen Hals zu liebkosen. Er konnte nichts dagegen tun, er schmolz auch noch nach fünf Jahren Beziehung mit diesem Mann bei jeder Berührung dahin.

„Keine Ahnung. Aber du wirst mich doch bestimmt nicht enttäuschen, oder Schatz? Ich will unbedingt einen Hasenbraten, so wie du jetzt unbedingt mit mir zurück ins Bett willst, nicht wahr?“

Die raue Stimme ließ Till erzittern.

„Wie kommst denn du darauf?“, presste er hervor und unterdrückte ein Stöhnen, verursacht durch eine freche Hand, die sich in seinen Schritt geschoben hatte.

„Da ist der Beweis!“

Kurz strich Marco über die bereits erregte Länge und der Rotschopf verfluchte sich dafür, wie empfindlich er darauf reagierte.

„Also bekomme ich den Hasenbraten?“, fragte Marco unschuldig und der Kleinere nickte hastig. Sein Freund würde alles bekommen was er wollte, solange er es ihm dafür so richtig geil besorgte.

„Gut, dann bekommst du jetzt dafür freie Auswahl zwischen deinen perversen Fantasien.“

Mit einem seligen Lächeln auf den Lippen folgte Till dem Mann seiner Träume ins Schlafzimmer.

Verschmitzt grinsend knetete er sein Kinn und schaute schräg nach oben, tat so als müsse er gründlich nachdenken, welche Fantasie er erfüllt haben möchte. Marco setzte sich seufzend auf das große Bett und wartete geduldig. Er nutzte die Zeit selbst an seinen Eiern zu spielen und schloss genüsslich die Augen.

„Hey, du kannst doch nicht ohne mich anfangen.“, meckerte der Rotschopf und plusterte beleidigt die Lippen auf.

„Dann entscheide dich mal schneller.“, keuchte Marco, der nun kräftig seinen Schwanz massierte. Die ersten Lusttropfen glänzten feucht auf der Spitze.

Till machte einen großen Satz auf das Bett zu und packte grob die Hand, die sich selbst verwöhnte. Grummelnd öffnete Marco die Augen und blies hörbar empört die Luft aus der Nase. Erregt zerrte er an Tills Klamotten und beförderte sie nach und nach zu Boden. Der Blonde packte ihn an den Schultern und drängte ihn zurück.

„Hey, Moment, ich dachte ich darf mir was wünschen.“, zeterte der Kleinere, kam kraftmäßig natürlich nicht gegen seinen Freund an und fand sich vor dem Ganzkörperspiegel, der an der Schlafzimmerwand hing, wieder.

„Du weißt ganz genau, dass du schneller sein musst. Ich bin heiß auf dich und will nicht mehr warten.“

Marco drehte den Rotschopf herum. Mit den Armen stützte dieser sich rechts und links vom Spiegel ab und ahnte schon was sein Freund vorhatte. Die Schamesröte stieg ihm ins Gesicht, als er seinen nackten Körper im Spiegelbild betrachtete. Sein Schwanz stand aufrecht und wippte auf und ab. Einzelne Tropfen rannen über die empfindliche Haut der Spitze.

Marco hatte sich hinter ihm positioniert und grinste ihm schelmisch über die Schulter zu.

„Damit du auch mal was von deinem geilen Gesicht sehen kannst, wenn ich dich ficke.“, flüsterte er rau in Tills Ohr, den ein wohliger Schauer durchfuhr.

„Tu was du nicht lassen kannst.“, krächzte er und drängte seinen Hintern gegen Marcos Schritt. Der Blonde lachte leise und genoss die Ungeduld seines Freundes.

Mit einer Hand verteilte er großzügig Gleitgel auf seiner harten Länge und schob sie fahrig Tills Spalte entlang. Schnaufend drängte der Kleinere sich erneut nach hinten, bis sein Freund sich endlich erbarmte und mit einem Ruck in ihn schob.

„Ngggh…“

Das Gesicht schmerzverzehrt suchte er Halt an der glatten Wand und zuckte ein Stück nach vorne. Doch Marco hielt ihn eisern an der Hüfte fest, es gab kein Entkommen.

„Du warst doch so ungeduldig, also stell dich jetzt nicht so an.“, forderte er schmunzelnd und zog sich aus dem Kleineren beinahe ganz heraus. Mit einem kräftigen Stoß versank er ein weiteres Mal komplett in der Enge und Till japste nach Luft.

„Öffne die Augen, du sollst dich doch beobachten.“, ordnete Marco brummend an. Der Rothaarige öffnete angestrengt die Augen und starrte in sein rotschimmerndes Gesicht. Auf der Stirn standen ihm kleine Schweißperlen, der Mund war geöffnet, die Lippen feucht. Sein Schwanz ragte prall nach oben, wippte bei jedem Stoß nach vorne und die Spitze glänzte nass.

Hinter ihm stand sein heißer Freund, breitbeinig, die Haare verschwitzt an den Wangen klebend, und drang hemmungslos immer wieder tief in ihn ein. Er spürte wie der harte Schwanz in ihm anfing zu pulsieren, die Stöße unkontrollierter wurden und warmes Sperma sich in seinem Inneren verteilte.

 

Überwältigt begann auch Till zu zittern und spritzte seinen Saft stöhnend über den Spiegel. Die ganze Zeit hielt er brav die Augen geöffnet und kam fast um vor Erregung.

 

Till starrte ungläubig den Einkaufszettel an. Da stand doch tatsächlich Hasenbraten drauf.

„Verdammt, wo zur Hölle nehme ich denn jetzt den blöden Hasen her?“, fragte er entsetzt. „Lass dir was einfallen!“, kicherte sein Freund jedoch bloß und Till wurde schlagartig klar, der meinte das auch noch ernst.

„Gut ich geh dann mal einkaufen.“, seufzte er. Warum musste ausgerechnet er Einkaufsdienst in der Woche vor Heiligabend haben?

„Okay Schatz, dann bis später. Ich werde mir bis dahin überlegen was ich morgen anziehen soll.“, kicherte Marco vergnügt und drückte seinem Freund einen Abschiedskuss auf die zarten Lippen. Also konnte Till sich beim Einkaufen Zeit lassen, vor dem Kleiderschrank verbrachte Marco über die Hälfte seiner Freizeit.

Er schlüpfte in seinen langen, schwarzen Wintermantel, versteckte sein Näschen im Schal, schnappte sich eine Tasche und stiefelte los. Zunächst klapperte er eine Metzgerei nach der anderen ab, doch so freundlich die Verkäuferinnen hinter den Theken auch waren, keine konnte ihm einen Hasen geben, den hätte er vorbestellen müssen.

Frustriert lief er durch einen kleinen Park, auf dem Weg zum nächsten Metzger, der letzte Laden, der ihm noch einfiel. Unterwegs schaute er sich aufmerksam im Park um, musste dann aber über sich selbst lachen. Um diese Jahreszeit würde er hier wohl keinen Hasen finden, ganz zu schweigen davon, dass er ihn niemals fangen könnte. Leider hatte auch die letzte Metzgerei keinen Hasen für ihn.

Deprimiert lief er durch die Stadt und kaufte erstmal den Rest ein. Auf dem Weg zum Supermarkt kam er an einem Geschäft mit Kostümen vorbei und konnte sich nicht davon abhalten einen kurzen Blick hinein zu werfen. Ewigkeiten stand er vor einem rosafarbenen Plüschhasenkostüm und lachte sich einen ab. Marco würde ihn dafür umbringen, aber Spaß musste sein. Und da es nicht sonderlich teuer war, kaufte er es tatsächlich und kassierte dafür einen skeptischen Blick vom Verkäufer.

„Wollen Sie das etwa anziehen?“, fragte der Mann hinter der Kasse zweifelnd und Till kicherte.

„Nein, mein Freund soll das anziehen.“, entgegnete er keck und der entsetzte Blick des Verkäufers sprach Bände, als er ihm aus großem Sicherheitsabstand die Tüte mit dem Kostüm überreichte.

„Was denn? Weihnachten ist das Fest der Liebe und warum sollte ich meinen Freund nicht in einem Hasenkostüm lieben?“, zwinkerte Till dem kreidebleichen Verkäufer frech zu.

„Raus hier!“, sagte dieser nur und deutete pikiert auf die Tür. Till grinste und ging extra besonders langsam nach draußen. Vor der Tür bekam er einen Lachflash und wurde von den Passanten skeptisch gemustert. Es störte ihn nicht.